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Hundetraining

Mein Name ist Holger Scheja ich bin 1969 geboren und seit 2000 als Hundetrainer für Privat tätig. Meine Ausbildung zum Hundetrainer absolvierte ich im Diensthundwesen. Ich habe vor vielen Jahren als Wachmann in einem privaten Sicherheitsunternehmen den ersten Kontakt mit Hunden gehabt, denn eigentlich hatte ich bis dato panische Angst vor diesen Zeitgenossen. Die Hundeausbildung, wie man sie damals nannte war für mich so enttäuschend, dass für mich die Frage im Raum stand meinen Arbeitsvertrag aufzukündigen, denn der Weg der mir dort vermittelt werden sollte war für mich absolut inakzeptabel. Natürlich braucht ein Hund auch Strenge beim Training aber muss man einem Hund der durch meine Fehler nicht dazu bereit ist eine Leistung zu erbringen mit einem Stock auf den Kopf schlagen bis ihm das Auge fast aus der Augenhöhle tritt???

Nein!!!!!

Zum Glück habe ich auch Diensthundeausbilder kennen lernen dürfen, die ihre Job in meinen Augen besser gemacht haben, denn dieser Weg kann nicht der richtige sein, das dürfte jedem klar sein --- aber wie konnte ich etwas daran ändern?

Mein damaliger Vorgesetzter, dem ich wirklich zu danken habe und der auch nichts mit der Hundeausbildung direkt zu tun hatte sagte kurzer Hand:

„Mensch Scheja, Du kannst nicht nur meckern, mach es besser“!

Und so begann meine Formung und Ausbildung zum Trainer für Vierbeiner und Zweibeiner.

Hier einige oft gestellte Fragen an mich!

Nach welchem Prinzip bildest Du Hunde aus?

Die Frage ist falsch formuliert, ich sehe meine Tätigkeit als Abstimmen des Verhaltens von Mensch und Hund aufeinander an

Wer macht mehr Fehler, der Hund oder der Mensch?

Auch wenn es uns Menschen nicht passt, wir sind der Hauptgrund warum der Hund so ist wie er ist zumindest wenn wir ihn im Welpenalter an uns Menschen heranführen.

Was sind die größten Fehler, die man bei einem Hund machen kann?

Jeder Hund ist anders, bleibt aber immer ein Tier und wenn wir Menschen glauben nur mit menschlichen Verhaltensregeln einem Hund entgegen zu treten, dann kann das nicht gut gehen. Ein Hund braucht klare Regeln und muss lernen, dass er nie die “Nummer 1“ in seinem Mischrudel sein wird.

Was kann man als Hundebesitzer tun um einen Hund gut zu führen?

Wir verlangen von einem Hund oft Gehorsam und Disziplin in Lebenslagen, die für einen Hund fremd sind ohne darüber nachzudenken wie wir uns selbst in diesen Situationen verhalten. Ein Hund übernimmt unser Verhalten sehr gerne, was bedeutet, dass wir gerade in der Gewöhnungsphase unseres Vierbeiners an uns Menschen ganz vorsichtig sein müssen, welches Verhalten wir unserem Hund offenbaren wollen.

Besteht die Gefahr auch bei kleinen Hunden?

Die Frage erübrigt sich eigentlich gänzlich! Ein Hund bleibt ein Hund auch wenn er noch so klein und niedlich ist. Ein kleiner Hund hat kleine Zähne und ein größerer Hund größere, also ich möchte keine dieser Zähne in meinem Körper spüren!

Gibt es eine Haupteinstellung die ich als Hundebesitzer beachten muss?

Ja, wir erwarten von einem Hund, dass er sich von uns führen lässt, also müssen wir auch willens sein ihn zu führen. Nur wer seinem Hund vermittelt in jeder Situation die Oberhand zu haben, kann von seinem Hund erwarten nicht ins Geschehen einzugreifen.

Warum eröffnest Du keine Hundeschule mit festem Stammplatz?

Weil das Verhalten des Hundes auf einem Trainingsplatz nach wenigen Trainingseinheiten langweilig wird und der Hund genau merkt, dass er auf dem Platz gefordert wird. Zuhause und in der gewohnten Umgebung sieht das dann wieder ganz anders aus.

Wo bildest Du aus?

Ich fahre zu den Menschen um ihnen bei ihren Problemen in der gewohnten Umgebung ihres Hundes zu helfen. Nur dort kann ich mir ein Bild machen wie die Kommunikation zwischen Zweibeiner und Vierbeiner abläuft. Zur Beurteilung des Sozialverhaltens lade ich auch gerne auf unseren eigenen Hundeplatz ein, da ich dort das Verhalten mit und ohne Leine beurteilen kann.

Wie lange dauert das Training?

Man kann nicht pauschal sagen wie lange man mit Mensch und Hund arbeiten muss, um das Verhalten des Rudels positiv zu beeinflussen. Zwischen den einzelnen Trainingseinheiten können je nach Einzelfall ein paar Tage oder auch schon mal Wochen liegen. Ich vermittele dem Zweibeiner den Weg in Theorie und Praxis, Erfolg und Dauer liegen dann auch an der Motivation der Zweibeiner.

 
 
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